Homeschooling und der Frust damit

Homeschooling und der Frust damit
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Ronny Schreib - ZMSHomeschooling und der Frust damit

Offener Brief an Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo, MDB Dr. Andreas Lenz und MDL Thomas Huber zum Thema : Mein Leben mit dem Homeschooling und warum Ferien dem nicht zum Opfer fallen dürfen

 


Sehr geehrter Dr. Markus Söder,
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Michael Piazolo,
Lieber Tom,(Thomas Huber)
Lieber Andi, (Andreas Lenz)

ich habe nun wirklich sehr sehr lange überlegt ob ich diese Zeilen schreiben soll oder nicht.
Wie ein Teil von Ihnen / Euch weiß, bin ich selbst politisch engagiert, als amtierender Marktgemeinderat in Markt Schwaben, war JU Ortsvorsitzender und stellv. CSU Ortsvorsitzender.
Herr Söder, auch wir haben uns mal bei einer Veranstaltung vor einigen Jahren getroffen.
Ich kann mich also zumindest annähernd in die Lage versetzen, dass politische Entscheidungen nicht leicht sind und nicht jedem gefallen können.

Auch bin ich der Meinung, dass die aktuellen Maßnahmen, leider Gottes notwendig sind, in Ihrer Art und Weise allerdings teilweise unverständlich und nicht komplett nachvollziehbar.

Und da kommen wir auch schon zum eigentlichen Punkt, warum ich diese E-Mail nun doch schreibe.

Seit heute wird wieder versucht, Kinder aus der Distanz zu unterrichten. Wie alle Seiten bereits mehrfach betont haben, kein ganz einfaches Unterfangen.
Nun wird dies den Schülern, Lehrern und Eltern durch die technischen Voraussetzungen allerorts nicht leichter gemacht.

Wir haben heute 30 Minuten vergeblich versucht an einer Online Konferenz im Fach Latein teilzunehmen. Ich selbst glaube behaupten zu können, dass ich kein totaler Technikdepp bin, trotzdem klappt es nicht.
Auch die zweite Online Stunde, die stattfinden hätte sollen, musste aufgrund nicht näher beschriebener technischer Probleme ausfallen.

Vielleicht können Sie sich vorstellen, welchen Frust dies bei uns allen, und vermutlich auch den Lehrern, hervorruft.
Die Situation ist für alle schwer genug, aber sie wird dadurch nicht leichter.

Wir versuchen alles dafür zu tun, möglichst gut durchkommen.
Wir schränken Kontakte ein, unterstützen die örtliche Wirtschaft zu und versuchen bei alledem noch gute Laune zu haben.

Nebenbei halten wir durch unsere Jobs auch noch die Wirtschaft am Laufen, so gut es geht.
Wohlgemerkt, nebenbei, denn wenn ich mich die Hälfte des Tages darum kümmern muss, dass die Kinder irgendwie an Distanz Unterricht kommen, fördert dies nicht unsere Arbeitsleistung.

Die Lehrer möchte ich hier ausdrücklich ausnehmen. Die tun, in unserer Wahrnehmung alles, damit dies einigermaßen funktioniert.

Aber warum klappt es nicht wirklich, dass Unterricht z.B. komplett über Teams stattfindet?
Teilweise liegt das sicherlich an der Ausstattung der Schulen, wie unserer Grundschule (in die unser Tochter geht), wo die technischen Möglichkeiten nicht gegeben sind.
Teilweise liegt es an der Ausstattung und Ausbildung der Lehrer. Wurden diese in den Möglichkeiten Teams zu nutzen geschult, ausgebildet etc.?
Z.B. im Gymnasium, auf welches unser Sohn geht.

Wie gesagt, ich weiß, es ist schwer, aber was dem Ganzen aus meiner Sicht noch die Krone aufsetzt ist, zu sagen, wir müssen die Faschingsferien ausfallen lassen um Unterricht nachzuholen.
Ernsthaft?
Eine Zeit, in der sich Kinder und Eltern gemeinsam erholen können?
Eltern sich Urlaub nehmen um mit Ihren Kindern vom Wahnsinn der vergangenen Wochen herunterzukommen.
Auch für Lehrer eine Zeit, in der sie etwas ausspannen können bzw. sich vorbereiten auf die danach kommende Zeit.

Vielleicht können Sie / Ihr aus den Zeilen lesen, wie frustriert ich bin.
Ich habe das Gefühl, dass die Versäumnisse der letzten Wochen und Monate auf unseren und den Schultern unserer Kinder lasten. Und ich weiß, ich bin mit diesem Gefühl nicht alleine.

Das ist es, was mir Sorgen bereitet, denn dieses Gefühl in Kombination mit nicht immer nachvollziehbaren Schritten, die manchmal sicherlich sein müssen, lassen die Bereitschaft schwinden die Maßnahmen gemeinsam voll durchzuziehen.

Ich weiß, das alles wird nicht dazu beitragen die Entscheidungen zu überdenken, oder zu ändern, aber vielleicht hilft es, wenn Sie / Ihr die Erfahrungen von verschiedenen Seiten geschildert bekommt.

Bleiben Sie bzw. bleibt alle gesund
Beste Grüße
Ronny Schreib

Gemeinderat-Blitz Oktober 2020 (GR vom 05.10.2020)

Gemeinderat-Blitz

#ElektronischerSitzungsdienst #Kommunale-Verkehrsüberwachung #Haushaltskonsolidierungskonzept #Satzungsänderung #Entwässerungssatzung #ÖffentlicheToilette #Bahnhofsklo #Hallenbad #Schulverbund

Sitzung vom  05.10.2020

GR Blitz 09_2020

Top 1: Eröffnung der Sitzung

Top 2: Genehmigung von Sitzungsniederschriften, Beschlussfassung über die Empfehlungen, soweit diese nicht Gegenstand der Tagesordnung sind und Bekanntgabe von Beschlüssen aus nichtöffentlicher Sitzung

    • Neubau kommunales Schulzentrum: Genehmigung der Nachträge 6 – 8 Fa. Schernthaner in Höhe von ca. 60 TEUR

Top 3: Einführung eines Elektronischen Sitzungsdienstes I Ratsinformationssystems I Dokumentenmanagementsystems

    • Die Firma Komuna stellt ihre Lösung für ein Ratsinformationssystem vor. Ein Beschluss wird in nichtöffentlicher Sitzung gefasst.

Top 4: Umsetzung Haushaltskonsolidierungskonzept

    • Der Marktgemeinderat nimmt den aktuellen Stand zum Haushaltskonsolidierungskonzept zur Kenntnis.
    • Wie immer gilt hier, es sind keine neuen Aufgaben, sondern lediglich wird mit dem Haushaltskonsolidierungskonzept das nachgeholt, was in den letzten Jahrzehnten verschlafen wurde. Die Einnahmen des Marktes müssen solide berechnet werden und sie sind bei den Gebührenerhöhungen entsprechend zu berücksichtigen. 
    • Noch immer verschließen sich Teile des Gemeinderates, sich auch um die Ausgaben des Marktes zu kümmern. Nach unseren Forderungen muss jede Investition / Ausgabe kritisch einer Wirtschaftlichkeitsüberprüfung unterzogen werden, um die Ausgaben drastisch zu reduzieren.

Top 5:  Satzung zur Änderung der Satzung des Marktes Markt Schwaben vom 01.06.2018 über die Erhebung von Gebühren für die Benutzung seiner Bestattungseinrichtung (Friedhofsgebührensatzung (FGS))

    • Die Verwaltung stellt die aktuelle Unterdeckung durch die Gebühren dar, die Deckungsquote liegt bei 75%. Im Durchschnitt werden die Gebühren um 13,3% angehoben, so dass eine Deckung von knapp 100% erreicht wird. Der Gemeinderat folgt diesen Ausführungen und beschließt die neuen Gebühren zum 01.01.2020.

Top 6: Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung im Rahmen der Entwässerungssatzung (BGS-EWS)

    • Die Verwaltung stellt die aktuelle Unterdeckung durch die Gebühren dar. Das Defizit liegt für die Jahre 2014 bis 2019 bei 105 TEUR. Die Gebühren werden um 24% angehoben, so dass ein neuer Preis für die Einleitung des Kubikmeters Wasser bei 2,41 € liegt. Der Gemeinderat folgt diesen Ausführungen und beschließt die neuen Gebühren zum 01.01.2020.

Top 7: Satzung für die Benutzung der öffentlichen Toiletten

    • Der MGR beschließt die die vorliegende Satzung für die Benutzung der öffentlichen Toiletten.

Top 8: Gebührenkalkulation für die Benutzung der öffentlichen Toiletten des Marktes

    • Die Verwaltung stellt den Deckungsgrad der Gebühren zu den öffentlichen Toiletten dar, der aktuell bei einem Prozentsatz von 9,26 liegt. Eine Kostendeckung von 100 % ist nur sehr schwer zu erreichen. Die Verwaltung schlägt eine Anpassung der Gebühren vor, nach der künftig die Gebühr 1 Euro betragen soll.
    • Der Gemeinderat folgt dem Vorschlag der Verwaltung, so dass zukünftig 1 Euro für die Nutzung der Toilette am Bahnhof anfällt.
    • Jetzt zeigt sich, dass die damals getroffene Entscheidung den Bau eines Toilettenhäuschens nicht unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten getroffen worden ist. Wenn man vergleicht, dass andere Kommunen ebenfalls öffentliche Toiletten betreiben, die einen deutlich höheren Deckungsgrad aufweisen, bei gleichen Gebühren für die Nutzung.

Top 9: Gebührensatzung für die Benutzung der öffentlichen Toiletten des Marktes

    • Der Gemeinderat beschließt die vorliegende Gebührensatzung für die Benutzung der öffentlichen Toiletten des Marktes.

Top 10: Änderung der Gebührensatzung über die Benutzung des Hallenbades

    • Die Verwaltung stellt den aktuellen Deckungsgrad von 21% für das Hallenbad vor. Aus dem Haushaltskonsolidierungskonzept ist eine Beschäftigung auch in diesem Bereich nötig. Die jetzt Vorgeschlagenen moderaten Erhöhungen halten das Defizit im Hallenbad konstant.
    • Der Gemeinderat folgt dem Vorschlag der Verwaltung und erhöht die Gebühren für die Benutzung des Hallenbades
    • Benutzung des Hallenbades
    • Wieder blendet der Gemeinderat eine grundsätzliche Behandlung mit dem Thema Hallenbad aus und schiebt die Verantwortung in die Zukunft. Eine Politik des Aussitzens, weil man sich scheut, vielleicht auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Dieses Verhalten hat die Marktgemeinde in den letzten Jahrzehnten viel zu oft an den Tag gelegt, wodurch sich nun die Haushaltslage so desaströs darstellt. Mit jedem ungenutzten Jahr vergrößert sich das Defizit verursacht durch das Hallenbad. Die jährlichen Investitionen im sechsstelligen mittleren Eurobetrag sichern aktuell nur den Betrieb, ändern aber am Zustand des Hallenbades nichts. Hier müssen schnellstmöglich Ideen auf den Tisch, denn auch eine Umsetzung wird Jahre dauern

Top 11: Schulverbund Markt Schwaben – Poing hier: – 4. Ergänzung zum Öffentlichrechtlichen Kooperationsvertrag

    • Die Verwaltung erläutert die Änderungen im Kooperationsvertrag.
    • Der Gemeinderat stimmt den Ergänzungen des Kooperationsvertrages zu.

Top 12: Informationen, Bekanntgaben und Anfragen

    • Keine Anmerkungen

 

 

Gerecht ist was Anderes

gerecht:
rechtdenkend, unparteiisch, unvoreingenommen, sachlich, objektiv, vorurteilslos, vorurteilsfrei, unbestechlich, fair, loyal, redlich

Gerecht ist was Anderes

Bezüglich des Kommentar in der EZ vom 17.10.2020 “Volle Souveränität kommt erst noch” von Herrn Jörg Domke sei von mir zu vermerken und klarzustellen:

Wenn Herr Domke von „voller Souveränität“ spricht, meint er offensichtlich verblümt, dass alle Entscheidungen unisono abzuhandeln sind und demokratische Diskussionen abzuschalten sind.

Sofern man seinen Auftrag als Gemeinderat ernst nimmt und offen für Alternativen und neue Wege ist, ist genau das Gegenteil der Richtige Weg.

Gerade in schweren Zeiten muss man gemeinsam neue Wege suchen. Haushalts-Konsolidierung heißt nicht, dass mit der Zustimmung zu mathematisch kalkuliere Gebührenerhöhungen die Pflicht getan ist. Das ist offensichtlich der angestrebte „weiter so Weg“ diverser Räte und vermutlich auch der Grund für das aktuelle Dilemma.

Eine ehrliche Aufarbeitung der Vergangenheit und die offene Diskussion neuer Ideen und Alternativen kann nicht nur Einnahmen besser stärken, sondern Ausgaben mindern und sogar eine Gebührenanhebung für z.B. Friedhof und Toilettenhäuschen obsolet machen … sofern man nur möchte.

Ich empfehle nicht nur dem Autor sich mit dem Begriff der „finanziellen Generationengerechtigkeit“ zu beschäftigen. Einen systematischen Ansatz für regelhaftes politisch Handelnden, die Verschuldung zu Lasten auf zukünftige Generationen verschiebt, lehne ich als Gemeinderat ab und werde höchstens nur im Ausnahmefall zustimmen.

Übrigens, beim Abwasser geht es gar nicht um eine Gebührenerhöhung, sondern um eine Richtigstellung der Umlage, welche wie in der Sitzung bekannt wurde, seit mehreren Jahren nicht erfolgt ist. Es ist alles andere als „sinnlos“ diese Anhebung aufzuteilen, sondern schlicht gerechter.

Wolfgang Korda

 

#MarktSchwaben #Zukunft_MarktSchwaben #ZMS #Gebühren #Invest #Haushalt #Konsolidierung #Generationsgerechtigkeit #Finanzen

WAS KANN DER GEMEINDERAT TUN, UM DAS WOHNEN GÜNSTIGER ZU MACHEN?

WAS KANN DER GEMEINDERAT TUN, UM DAS WOHNEN GÜNSTIGER ZU MACHEN?

Oliver Menke-Tenbrink

Wohnen ist in Markt Schwaben sehr teuer geworden. Viele der Gründe dafür – wie z.B. die Attraktivität des Großraumes München oder die niedrigen Zinsen – sind leider auf Gemeindeebene nicht beeinflussbar.

Deshalb ist es umso wichtiger, im Gemeinderat die Dinge konsequent umzusetzen, mit denen wir den Bürger/innen helfen können.
Eine Erhöhung des Hebesatzes für die Bemessung der Grundsteuer würde nicht nur den Eigenheimbesitzer, sondern vor allem den Mieter über die Erhöhung der umlagefähigen Nebenkosten treffen.

Eine pauschale Erhöhung der Grund- und auch der Gewerbesteuer lehnen wir deshalb grundsätzlich ab.

Wir halten jedoch eine Verpflichtung zum Angebot von vergünstigten Wohnraum für einen Teil der Wohnungen in Neubauten für angemessen. Einer etwas geringeren Rendite für Immobilienbesitzer steht hier eine spürbare Entlastung von Haushalten mit geringem Einkommen entgegen.
Ein weiterer Schritt für eine l(i)ebenswerte Zukunft in Markt Schwaben.

MITEINANDER GESCHAFFT

MITEINANDER GESCHAFFT – LED FLUTLICHT FÜR DEN SPORTPLATZ AN DER FINSINGER STRAßE

Ronny Schreib 

Am 27. November 2019 berichtete die ZMS über die Crowdfunding Aktion der SpVgg Markt Schwabener Au. In einer bestimmten Zeit mussten 20.000 € gesammelt werden, um die Umrüstung der Flutlichtanlage auf LED zu finanzieren. Diese Aktion wurde notwendig, da der Jahnsportplatz aus bekannten Gründen wegfällt und der Platz an der Finsinger Straße nicht ausreichend beleuchtet ist. Die Gemeinde kann aus finanziellen Gründen für eine Umrüstung nicht aufkommen. Bei Aufruf der ZMS fehlten noch 14.000 €. Am Ende wurde ein sensationelles Ergebnis von über 24.000 € erreicht. Dafür unterstützten 402 Personen das Vorhaben. Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, was geschafft werden kann, wenn man zusammenhält und miteinander an einem Ziel arbeitet.

Mit unserem Bürgermeisterkandidaten Sascha Hertel und unseren Kandidaten für den Gemeinderat wollen wir weiterhin über Parteigrenzen hinweg an einem Strang ziehen und Entscheidungen für Markt Schwaben treffen. Denn nur dadurch kann unser Markt Schwaben zu einem noch l(i)ebenswerteren Ort gemacht werden.