Cringe** at Aiwanger

von | 9.Nov 2021 | Klima, Klimapolitik, Umweltpolitik, Windräder


**Jugendwort 2021 (Der Ausdruck „to cringe at something“ bedeutet sinngemäß auf Deutsch, dass jemand sich schämt oder sich fremdschämt oder dass jemand angeekelt ist.)

Herr Aiwanger, stellvertretender Ministerpräsident Bayerns, und seine Prognosen – irgendwie passte das nie.

Beispielsweise sah man bei den Freien Wählern vor der letzten Bundestagswahl ein großes Potential endlich in den Bundestag einzuziehen. Am Ende erwies sich das Potential gerade mal als ein 2,4% Dilemma. Kurz um, eine maßlose Fehleinschätzung. Selbst im dritten Anlauf will so gut wie niemand in Deutschland etwas mit diesem „Opfesaft-Laden“, den Freien Wählern, zu tun haben.

„Ich hoffe, dass die neue Bundesregierung die Rahmenbedingungen für den Ausbau der Windkraft an Land verbessert. Wir brauchen mehr Windräder in Bayern, die von der Bevölkerung akzeptiert werden. Vor allem in den Wäldern sehe ich dafür viel Potenzial.“
www.bayern.de

Wenn man mit wenig Aufmerksamkeit vom Volk bedacht wird, helfen vermutlich widersinnige Sprüche erst recht nicht zur Image-Verbesserung. Jetzt, da es mit Berlin nicht funktioniert, verhökert man kurzer-Hand die bayrischen Wälder an die Windkraftlobby. Nur, was heißt da „kurzer-Hand“? Alles was mit einer Lobby zu tun hat, ist in der Regel von langer Hand unter Ausschluss der Öffentlichkeit  geplant.

Geht es jetzt ums „Verschwören“ ist der Freie Wähler, also Herr Aiwanger, gerne vorne mit dabei. Seine Vorbildfunktion in der Öffentlichkeit  nutzt er in der Pandemie zur Unterstützung von Impfverweigerern. Bravo! Während ein Beipackzettel eines Impfstoffes als unsicher gilt, wird die über Jahrzehnte fehlende Wirtschaftlichkeit von Windkraft einfach ignoriert. Als neutraler Beobachter kann man nur noch mit dem Kopf schütteln, nur noch resignieren.  

Aiwanger will eben auch mitreden beim sogenannten „Klima retten“ und sich „en vogue grün“ darstellen. Wenn dafür Wälder, Natur und Lebensraum der Tierwelt zugrunde gerichtet werden, egal. Wenn alles über Steuermittel bezahlt und subventioniert werden muss, egal. „Greenwashing“ mit der etwas anderen Bedeutung – Aiwanger „wäscht sich grün“ auf Kosten der Gemeinschaft (Steuersubventionen) und vor Allem der Umwelt und Tierwelt.

Der Wunsch nach mehr Aufmerksamkeit in den deutschen Medien – das Fehlen dieser Popularität, hat nach eigener Aussage vom Herrn Aiwanger den Bundestags-Wahlkampf sehr schwer gemacht. Er hat wohl nicht damit gerechnet, dass auch noch andere Parteien antreten. Kurzum, der Wähler hat die Bedeutung der FW am Wahltag bereits eigeordnet. Aber warum müssen jetzt die Wälder und Tiere darunter leiden und dafür sterben nur weil der Wunsch nach Aufmerksamkeit existiert.

Nachdem sich die CSU als konservativer Gegenpol zu (Rot-)Rot-Grün bereits verabschiedet hat, legt der „Freie Verschwörer“ nach. Glaubwürdigkeit wäre für einen Berufspolitiker und selbst für einen Waldbauer und Landwirt von großem Vorteil.

Was man schmerzlich vermisst, ist eine vernünftige und zupackende Politik, in der vorneweg Heimat, Landschaft und Umwelt bereits einbezogen sind. Dieses ständige Weglächeln von Peinlichkeiten und schrägen Aussagen beleidigt nur die engagierten Bürger.

Vorschlag: Wie wäre es denn endlich mit der Darstellung von Alternativen, auch wenn man selbst schon keine mehr darstellt?

 

9

vermeindliches FW-Credo

Während man über Alles glaubt bestimmen zu können, bestimmt man über sich selber, unglaublicher Weise nur selbst!

Was Sie auch interessieren könnte …

Windkraftzombies – Gier frisst Hirn

Windkraftzombies – Gier frisst Hirn

Das Eigeninteresse der Betreiber lässt für Umwelt- und Artenschutz keinen Raum. Es interessiert nicht, was man jetzt anrichtet und der Zukunft hinterlässt. Darüber hinaus kauft man sich über Bürgerbeteiligungen Anrainer ein, damit sie gute Miene zum schlechten Spiel machen und ruhig gestellt sind. Die Zeche zahlt die gesamte Gesellschaft, also die Steuerzahler, und weiterdenkend bei jeglicher Bauargumentation Flora und Fauna.

KrUMS – was nicht passt, wird passend gerechnet

KrUMS – was nicht passt, wird passend gerechnet

ein Rechentrick. Die Energieverluste zwischen Primär- und Endenergie werden bei KWK-Anlagen nahezu vollständig dem Strom zugeschlagen, für die Wärme wird dadurch rechnerisch fast keine fossile Energie eingesetzt, entsprechend niedrig ist der PEF für die fossile Fernwärme („Stromgutschriftmethode“).