Entsorgungskosten steigen bis zu 900% (Wendeblatt 12)

von | 31.Mrz 2022 | Bürgermeister, Fraktion, Stabilisierungshilfe, Verwaltung, wb12

Zum 1. Januar der große Preisschock am Wertstoffhof, im Schnitt sind die Entsorgungskosten für die Bürger:innen am Wertstoffhof um 900 Prozent gestiegen. Ausschlaggebend war die Neukalkulation der Preise durch die Verwaltung. Das Argument, wir müssen kostendeckend arbeiten, war für den Gemeinderat ausreichend, um dieser Erhöhung zuzustimmen, gegen unsere Stimmen. Die Ablehnung erfolgte nicht, weil wir gegen eine kostendeckende Kalkulation sind, weil die Aufstellung der einzelnen Positionen nicht nachvollziehbar war. Die Erhöhung der neuen Preise erfolgte sehr kurzfristig, so dass auf Seiten der Bürger:innen keine Zeit zur Eingewöhnung war.

Doch wie setzen sich die neuen Preise, die so kalkuliert sind, dass sie kostendeckend sind, genau zusammen:

    • Personalkosten: niedriger sechsstelliger Betrag der Verwaltung
    • Sach- und Betriebskosten: hoher fünfstelliger Betrag
    • Fremdleistungen: der Betrag, der an AnderWerk gezahlt wird, für den Betrieb
    • Reparatur, Wartung, Unterhalt: niedriger fünfstelliger Betrag
    • sonstige Kostenarten: nicht direkt einem Verursacher zuzuordnen
    • Abschreibung: die Baukosten werden über 30 Jahre linear abgeschrieben, niedriger sechsstelliger Betrag
    • Zinsen: die Zinskosten für die Kredite, niedriger sechsstelliger Betrag
    • Müllsammlung und Transport: mittlerer fünfstelliger Betrag für den Transport nach Ebersberg
    • Entsorgung und Verwertung: die Kosten, die der Landkreis weiter verrechnet, ein mittlerer fünfstelliger Betrag

Insgesamt entstehen so im Wertstoffhof Kosten von jährlich fast 800.000 Euro.
Was eine STOLZE Summe ist.

präsentation1

Bei dem Neubau des Wertstoffhofes war auch die Überlegung, einen Beitrag zur Müllvermeidung mit einzubringen. In der damaligen Entscheidung war dem alten Gemeinderat klar, dass diese Idee etwas erhöhte jährliche Kosten, mittlerer fünfstelliger Betrag (60 TEUR), zusätzlich auslösen würden.

Dazu sollte das AnderWerk den abgegebenen Wertstoff einer Wiederverwertung durch Up-Cycling oder Aufbereitung und Verkauf zuführen, um am Ende die Kosten der Entsorgung zu sparen. Leider wird dieses System bis heute nicht gelebt, da sich sowohl die Gemeinde als auch der Landkreis mit dieser Art der Kreislaufwirtschaft noch schwertun

Anmerkung

Liefert man bei einem privaten Entsorgungsunternehmen auf dem Weg in Richtung Erding seinen „Müll“ ab, kommt man erheblich billiger weg. Man kann davon ausgehen, dass dieses Privatunternehmen kostendeckender arbeitet. Anscheinend ist man hier effektiver aufgestellt.
Übrigens, nach Rücksprache mit dem LR wird dort mit dem Rohstoff „Papiermüll“ aus Markt Schwaben sehr gut verdient.

Was Sie auch interessieren könnte …

Transparenz – das bleibt übrig

Transparenz – das bleibt übrig

„Die in Berlin interessiert die Basis einen Scheißdreck“ und damit auch, wo die Flüchtlinge untergebracht werden.
Leider gilt dieses auch für den Landrat und den Bürgermeister, die beide nicht in dem Wohnquartier und auch nicht in Markt Schwaben wohnen. Für die ausgewählte Lage im Wohngebiet kann man Berlin nicht verantwortlich machen.

ZMS Gemeinderatblitz Oktober 2023

ZMS Gemeinderatblitz Oktober 2023

Mit der nachfolgenden kurzen Zusammenfassung wollen wir, die Fraktion Zukunft MarktSchwaben, einen Einblick in unsere Arbeit im Gemeinderat geben und Sie kurz über die aktuellen Themen aus der Sitzung des Marktgemeinderates informieren.

Gemeinderat-Blitz Januar 2023

Gemeinderat-Blitz Januar 2023

Mit der nachfolgenden kurzen Zusammenfassung wollen wir, die Fraktion Zukunft MarktSchwaben, einen Einblick in unsere Arbeit im Gemeinderat geben und Sie kurz über die aktuellen Themen aus der Sitzung des Marktgemeinderates informieren.

Die Green City Mogelei

Die Green City Mogelei

Der Anleger als Eigenkapitalgeber oder als nachrangiger Rangrücktrittsgläubiger geht leer aus!
Neben dem Anleger ist es am Ende vor allem der Staat, also alle steuerpflichtigen Bürger*innen, die für die Pleite der Green City AG und die damit fehlgeleiteten Fördergelder aufkommen müssen.

Gastbeitrag vom Landschaftsschutz Ebersberger Land e.V (Wendeblatt 12)

Gastbeitrag vom Landschaftsschutz Ebersberger Land e.V (Wendeblatt 12)

Seit über 40 Jahren wird der Ebersberger Forst sehr erfolgreich durch gezielten Waldumbau in einen zukunftsorientierten Klimawald verwandelt. Nicht umsonst haben verantwortungsvolle Politiker bereits 1984 die bis heute gültige Landschaftsschutzgebietsverordnung so strikt gefasst, dass eine Umsetzung von Bauvorhaben jedweder Art im Landschaftsschutzgebiet Ebersberger Forst unmöglich ist.