Gemeinderat-Blitz Oktober 2020 (GR vom 05.10.2020)

#ElektronischerSitzungsdienst #Kommunale-Verkehrsüberwachung #Haushaltskonsolidierungskonzept #Satzungsänderung #Entwässerungssatzung #ÖffentlicheToilette #Bahnhofsklo #Hallenbad #Schulverbund

Sitzung vom  05.10.2020

GR Blitz 09_2020

Top 1: Eröffnung der Sitzung

Top 2: Genehmigung von Sitzungsniederschriften, Beschlussfassung über die Empfehlungen, soweit diese nicht Gegenstand der Tagesordnung sind und Bekanntgabe von Beschlüssen aus nichtöffentlicher Sitzung

    • Neubau kommunales Schulzentrum: Genehmigung der Nachträge 6 – 8 Fa. Schernthaner in Höhe von ca. 60 TEUR

Top 3: Einführung eines Elektronischen Sitzungsdienstes I Ratsinformationssystems I Dokumentenmanagementsystems

    • Die Firma Komuna stellt ihre Lösung für ein Ratsinformationssystem vor. Ein Beschluss wird in nichtöffentlicher Sitzung gefasst.

Top 4: Umsetzung Haushaltskonsolidierungskonzept

    • Der Marktgemeinderat nimmt den aktuellen Stand zum Haushaltskonsolidierungskonzept zur Kenntnis.
    • Wie immer gilt hier, es sind keine neuen Aufgaben, sondern lediglich wird mit dem Haushaltskonsolidierungskonzept das nachgeholt, was in den letzten Jahrzehnten verschlafen wurde. Die Einnahmen des Marktes müssen solide berechnet werden und sie sind bei den Gebührenerhöhungen entsprechend zu berücksichtigen. 
    • Noch immer verschließen sich Teile des Gemeinderates, sich auch um die Ausgaben des Marktes zu kümmern. Nach unseren Forderungen muss jede Investition / Ausgabe kritisch einer Wirtschaftlichkeitsüberprüfung unterzogen werden, um die Ausgaben drastisch zu reduzieren.

Top 5:  Satzung zur Änderung der Satzung des Marktes Markt Schwaben vom 01.06.2018 über die Erhebung von Gebühren für die Benutzung seiner Bestattungseinrichtung (Friedhofsgebührensatzung (FGS))

    • Die Verwaltung stellt die aktuelle Unterdeckung durch die Gebühren dar, die Deckungsquote liegt bei 75%. Im Durchschnitt werden die Gebühren um 13,3% angehoben, so dass eine Deckung von knapp 100% erreicht wird. Der Gemeinderat folgt diesen Ausführungen und beschließt die neuen Gebühren zum 01.01.2020.

Top 6: Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung im Rahmen der Entwässerungssatzung (BGS-EWS)

    • Die Verwaltung stellt die aktuelle Unterdeckung durch die Gebühren dar. Das Defizit liegt für die Jahre 2014 bis 2019 bei 105 TEUR. Die Gebühren werden um 24% angehoben, so dass ein neuer Preis für die Einleitung des Kubikmeters Wasser bei 2,41 € liegt. Der Gemeinderat folgt diesen Ausführungen und beschließt die neuen Gebühren zum 01.01.2020.

Top 7: Satzung für die Benutzung der öffentlichen Toiletten

    • Der MGR beschließt die die vorliegende Satzung für die Benutzung der öffentlichen Toiletten.

Top 8: Gebührenkalkulation für die Benutzung der öffentlichen Toiletten des Marktes

    • Die Verwaltung stellt den Deckungsgrad der Gebühren zu den öffentlichen Toiletten dar, der aktuell bei einem Prozentsatz von 9,26 liegt. Eine Kostendeckung von 100 % ist nur sehr schwer zu erreichen. Die Verwaltung schlägt eine Anpassung der Gebühren vor, nach der künftig die Gebühr 1 Euro betragen soll.
    • Der Gemeinderat folgt dem Vorschlag der Verwaltung, so dass zukünftig 1 Euro für die Nutzung der Toilette am Bahnhof anfällt.
    • Jetzt zeigt sich, dass die damals getroffene Entscheidung den Bau eines Toilettenhäuschens nicht unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten getroffen worden ist. Wenn man vergleicht, dass andere Kommunen ebenfalls öffentliche Toiletten betreiben, die einen deutlich höheren Deckungsgrad aufweisen, bei gleichen Gebühren für die Nutzung.

Top 9: Gebührensatzung für die Benutzung der öffentlichen Toiletten des Marktes

    • Der Gemeinderat beschließt die vorliegende Gebührensatzung für die Benutzung der öffentlichen Toiletten des Marktes.

Top 10: Änderung der Gebührensatzung über die Benutzung des Hallenbades

    • Die Verwaltung stellt den aktuellen Deckungsgrad von 21% für das Hallenbad vor. Aus dem Haushaltskonsolidierungskonzept ist eine Beschäftigung auch in diesem Bereich nötig. Die jetzt Vorgeschlagenen moderaten Erhöhungen halten das Defizit im Hallenbad konstant.
    • Der Gemeinderat folgt dem Vorschlag der Verwaltung und erhöht die Gebühren für die Benutzung des Hallenbades
    • Benutzung des Hallenbades
    • Wieder blendet der Gemeinderat eine grundsätzliche Behandlung mit dem Thema Hallenbad aus und schiebt die Verantwortung in die Zukunft. Eine Politik des Aussitzens, weil man sich scheut, vielleicht auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Dieses Verhalten hat die Marktgemeinde in den letzten Jahrzehnten viel zu oft an den Tag gelegt, wodurch sich nun die Haushaltslage so desaströs darstellt. Mit jedem ungenutzten Jahr vergrößert sich das Defizit verursacht durch das Hallenbad. Die jährlichen Investitionen im sechsstelligen mittleren Eurobetrag sichern aktuell nur den Betrieb, ändern aber am Zustand des Hallenbades nichts. Hier müssen schnellstmöglich Ideen auf den Tisch, denn auch eine Umsetzung wird Jahre dauern

Top 11: Schulverbund Markt Schwaben – Poing hier: – 4. Ergänzung zum Öffentlichrechtlichen Kooperationsvertrag

    • Die Verwaltung erläutert die Änderungen im Kooperationsvertrag.
    • Der Gemeinderat stimmt den Ergänzungen des Kooperationsvertrages zu.

Top 12: Informationen, Bekanntgaben und Anfragen

    • Keine Anmerkungen

 

 

ZMS Antrag – Ausbau des Breitbandnetzes in Markt Schwaben

ZMS Antrag : Ausbau des Breitbandnetzes in Markt Schwaben

 

BB20-1 Ausbau des Breitbandnetzes in Markt Schwaben

Ausgangssituation:

Im Rahmen des Bayerischen Breitbandförderprogramms sind bereits erste Schritte in die Wege geleitet, um den förderfähigen Außenbereich mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen.

Der Ausbau durch die Telekom hat im Sommer 2018 begonnen und sollte ursprünglich bis zum Frühjahr 2020 abgeschlossen werden. Aufgrund der Corona-Pandemie verzögert sich die Realisierungsfrist für das Breitbandausbauprojekt in Markt Schwaben seitens der Telekom bis voraussichtlich Herbst 2020. Gleichzeitig gibt es einen Masterplan für ein Leerrohrnetz zur Glasfasererschließung im Marktgebiet, mit der Zielvorgabe, die gleiche Qualität der Versorgung im gesamten Gemeindegebiet zu erreichen.

 

Antrag:

Wir beantragen eine Erschließung und Markterkundung auch des Innenbereichs der Marktgemeinde mit schnellem Internet von Übertragungsraten von mindestens 1 Gbit/s symmetrisch für gewerbliche Anschlüsse und mindestens 200 Mbit/s symmetrisch für Privatanschlüsse gemäß der Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von gigabitfähigen Breitbandnetzen im Freistaat Bayern (Bayerische Gigabitrichtlinie – BayGibitR)

[Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat vom 29. Januar 2020, Az. 75-O 1903-8/198] siehe dazu auch den Anhang.

Bayerische Gigabitrichtlinie – BayGibitRBayerische Gigabitrichtlinie – BayGibitR

 

#Markt Schwaben #Zukunft MarktSchwaben #ZMS #Breitband #Digitalisierung #Antrag

Gerecht ist was Anderes

gerecht:
rechtdenkend, unparteiisch, unvoreingenommen, sachlich, objektiv, vorurteilslos, vorurteilsfrei, unbestechlich, fair, loyal, redlich

Gerecht ist was Anderes

Bezüglich des Kommentar in der EZ vom 17.10.2020 “Volle Souveränität kommt erst noch” von Herrn Jörg Domke sei von mir zu vermerken und klarzustellen:

Wenn Herr Domke von „voller Souveränität“ spricht, meint er offensichtlich verblümt, dass alle Entscheidungen unisono abzuhandeln sind und demokratische Diskussionen abzuschalten sind.

Sofern man seinen Auftrag als Gemeinderat ernst nimmt und offen für Alternativen und neue Wege ist, ist genau das Gegenteil der Richtige Weg.

Gerade in schweren Zeiten muss man gemeinsam neue Wege suchen. Haushalts-Konsolidierung heißt nicht, dass mit der Zustimmung zu mathematisch kalkuliere Gebührenerhöhungen die Pflicht getan ist. Das ist offensichtlich der angestrebte „weiter so Weg“ diverser Räte und vermutlich auch der Grund für das aktuelle Dilemma.

Eine ehrliche Aufarbeitung der Vergangenheit und die offene Diskussion neuer Ideen und Alternativen kann nicht nur Einnahmen besser stärken, sondern Ausgaben mindern und sogar eine Gebührenanhebung für z.B. Friedhof und Toilettenhäuschen obsolet machen … sofern man nur möchte.

Ich empfehle nicht nur dem Autor sich mit dem Begriff der „finanziellen Generationengerechtigkeit“ zu beschäftigen. Einen systematischen Ansatz für regelhaftes politisch Handelnden, die Verschuldung zu Lasten auf zukünftige Generationen verschiebt, lehne ich als Gemeinderat ab und werde höchstens nur im Ausnahmefall zustimmen.

Übrigens, beim Abwasser geht es gar nicht um eine Gebührenerhöhung, sondern um eine Richtigstellung der Umlage, welche wie in der Sitzung bekannt wurde, seit mehreren Jahren nicht erfolgt ist. Es ist alles andere als „sinnlos“ diese Anhebung aufzuteilen, sondern schlicht gerechter.

Wolfgang Korda

 

#MarktSchwaben #Zukunft_MarktSchwaben #ZMS #Gebühren #Invest #Haushalt #Konsolidierung #Generationsgerechtigkeit #Finanzen

Digitales Rathaus: „Papierlose Gemeinderat Sitzungen“

Digitales Rathaus

Klimaschutzzone Markt Schwaben
– Digitales Rathaus: „Papierlose Gemeinderat Sitzungen“

In der letzten Gemeinderatsitzung wurde unser Antrag zur „Befüllung der Klimaschutzzone Markt Schwaben“ wirklich befüllt:

Mit der einstimmigen Verabschiedung und Einführung eines Rats-Informationssystems in Markt Schwaben ist der erste Schritt zu einem Digitalen Rathaus geschaffen.

Unser Antrag

SZ Artikel

 

#ZMS #Zukunft MarktSchwaben #Markt Schwaben #Gemeinderat #Digitales Rathaus #Klimaschutzzone

Alternative facts – wir sind soweit

Alternative facts – wir sind soweit

warum nicht einfach mal den Zusammenhang berichten, wenn man berichtet?

Der Artikel liest sich so, als wären die tatsächlichen Kosten zum allerersten Mal für gemeindliche Leistungen ermittelt worden. Ein Schlendrian in der Vergangenheit lässt sich da für den außenstehenden Betrachter schon erkennen.   

Beim öffentlichen WC am Bahnhof fällt einem noch dazu ein, dass man sich hier im alten GR für eine Luxusanlage im Wert von  ca. 130.000 € entschieden hat. Ziemlich zeitgleich hatte die Stadt Nürnberg öffentliche WCs für ca. 50.000 € mit vergleichbarem Standard angeschafft. Diese hatten zudem Werbeflächen auf der Außenseite, mit denen nun Zusatzeinnahmen generiert werden. Eine Konsolidierung wird hier parallel zu den Gebühren durch Werbeeinnahmen geschaffen. Wenn die CSU meint, man solle sich nicht mit WC-Gebühren aufhalten, dann werden wie üblich die Investitionskosten der Vergangenheit unter den Tisch fallen gelassen. Milchmädchenrechnung
Bis die 80.000 € Mehrkosten unter anderem durch das
CSU-Votum aus der Vergangenheit kompensiert sind, muss man noch sehr lange sehr viele Gebühren einnehmen. 

Eine Dimension höher werden die Investitionskosten für die neue Schule zu Buche schlagen, die ja unbedingt in teuerster Grundstückslage sein musste, was sonst in keiner anderen Gemeinde mehr genehmigt würde. Die Investitionskosten beim KUMS sind auch so eine verborgene Größe, die einen ordentlichen Beitrag zur Verschuldung vermuten lässt. Und der Hochwasserdamm wird auch noch in Millionenhöhe dazukommen geht es nach den Alternativlosen. Die Gebührenerhöhungen sind ja nur Marginalien in der desaströsen Gesamtsituation. Verantwortlich für die missliche Situation, die ihren Ursprung ja in der Vergangenheit hat, fühlt sich niemand. 

In diesem Sinne: Weiter so, bloß keine Alternativen zulassen. Es gibt noch viel zu erhöhen.  

Max Faltermaier