Vom allgegenwärtigen Trend überholt worden

Ez 11.12.2019 – Leserbrief zu:

„Herausforderung Internethandel“

Immer sind die Anderen Schuld! Der Artikel ist ein Spiegelbild der Markt Schwabener Kommunalpolitik der letzten Jahrzehnte. Ein und dieselben Kommunalpolitiker, welche sich jetzt echauffieren, dass in Markt Schwaben der Einzelhandel in Probleme läuft, haben noch vor vier Jahren visionsfrei gegen ein ganzheitliches Gemeindekonzept (GEKo) inkl. einem belebten Zentrum gestimmt.
Jetzt geht es aber an den eigenen Geldbeutel, jedoch gegen einen mächtigen gemeinsamen Feind: Dem Internet des Bösen eCommerce.
Die Wahrheit ist, man hat sich von weltweiten Entwicklungen und allgegenwärtigen Trends überholen lassen. Man hat über die letzten Jahrzehnte tatenlos zugesehen, wie die Preise in Markt Schwaben ins Exorbitante gestiegen sind und dem Sterben lokaler Geschäfte tatenlos zugesehen, „Neues“ nicht gefördert und in Wirklichkeit eine Veränderung gar nicht gewollt.
Der Buzzword-Baron Stolze hat mit dem Kommentar zur „Transparenz“ schon recht. Ja, transparent sind die Einzelhändler in Markt Schwaben; gar unsichtbar, weil diese schlicht kaum noch vorhanden sind. Ansonsten sind die Phrasen, was sie sind; Phrasen, und in diesem Fall das Thema verfehlend.
Obacht Herr Baron, jetzt kommt themenbezogener Inhalt zum erneuten Nachsprechen: Wichtig wäre über eine „Stärkung der lokalen Wirtschaft“ zu sprechen, denn lokale Geschäfte stellen i.d.R. Leute aus der Region ein. „Eine engere Gemeinschaft“ – kauft man vom Nachbarn, kennt man Produkt, Hersteller und schafft Vertrauen untereinander. „Eine saubere Umgebung“ – kann man zu Fuß oder mit dem Fahrrad einkaufen, werden Umwelt und Nerven geschont. Dann muss man sich nicht mehr für eine verstärkte Verkehrsüberwachung wie die CSU wegen chronischen Parkplatzmangels im Ortskern stark machen und die Kundschaft „abzocken“.
Lokale Geschäfte machen einen Ort „zu einem lebenswerteren und belebten Ort“. Und so sollte es im Speckgürtel um München zugehen. Mehr dazu demnächst in unserem Wahlprogramm.
Wolfgang Korda, Vorsitzender ZMS

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