Ohne Visionen verwildert das Volk

Ohne Visionen verwildert das Volk


(Wendeblatt-Artikel #6 12/2018)

„Ohne Visionen verwildert das Volk“
(Buch der Sprichwörter, 29. Kapitel, Vers 18 – König Salomo).

Diese Erkenntnis ist heute so modern wie damals.

Eine Gemeindepolitik, die nur flickschusternd auf jedes einzelne Problem reagiert anstatt aktiv ein Gesamtkonzept zu entwickeln langweilt die Bürger. Sie verlieren das Interesse an dieser Politik. Beschlüsse mit dem Argument der Alternativlosigkeit zu begründen ist in der Politik allgemein sehr beliebt. Auf diese Weise erreicht man nur, dass die Parteien in der Wahrnehmung des Bürgers im Hinblick auf ihre Zukunftskompetenz komplett abgewirtschaftet erscheinen.

Während der Bürger frustriert zurück gelassen wird, kungeln Parteienvertreter um Pfründe, Posten, Diäten und Ruhegehälter.

Zukunftsmodelle und Leitbilder braucht der Mensch um sich ernst genommen zu fühlen. Wo immer Menschen gemeinsam „etwas tun“, braucht es Ziele. Dadurch werden auch neue Kräfte geweckt und es wächst die Bereitschaft sich einzusetzen. Und nur so besteht auch eine Chance, für die Zukunft etwas Positives zu erreichen.

Mitmachen und sich beteiligen. Wir, die Zukunft MarktSchwaben, haben gemeinsame Visionen und sind bereit gemeinsam dafür einzutreten – es tut auch nicht weh. Wer sich dafür engagieren will, ist bei uns 100%ig richtig und herzlich willkommen seine eigenen Ideen und Visionen mit einzubringen.

Die Anzeichen mehren sich, dass das so erfolgreiche Modell der ach so großen Volksparteien sich als Auslaufmodell entpuppen könnte. Das zeigt sich auch an der allgemein grassierenden „Parteienverdrossenheit“.

Am Ende haben nicht nur mäßige Politiker vor der Zukunft versagt – nein, wir haben schlicht die Parteien und Politiker, die wir verdienen.
Weil wir nämlich selbst immer wieder diese visionsfreien Langeweiler und ihre Listen wählen und uns danach über sie beschweren.

Ein bekanntes Problem ist auch, dass man bei Parteien nie Personen wählt sondern Liste(n), die oftmals Kandidaten nach ihrer Loyalität zur Partei und nicht nach ihrer Qualifikation an die aussichtsreichsten Positionen stellen. Hinterzimmer-Politik nennt man das umgangssprachlich, denn das Wahlergebnis wurde im Vorfeld schon maßgeblich beeinflusst.

Ein visionsfreies „weiter so“ darf es für Markt Schwaben nicht mehr geben. Gerade in der Kommunalpolitik sind Parteizwänge augenscheinlich hinderlich als fördernd. Wer ohne Zukunft lebt, lebt depressiv.

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