Von Straßenlaternen und Rehen

Die geplante Umrüstung der Straßenlaternen auf energiesparende LED-Technik wurde in verschiedenen Veröffentlichungen werbewirksam als großartiger Beitrag zum Klimaschutz verkauft.
Als die ZMS schon vor Jahren Gleiches beantragt hatte, wurde das im GR mehrheitlich als unerwünschte Maßnahme nicht weiter verfolgt.
Dass man nun plötzlich Gefallen daran findet, scheint an einer bisher nicht gekannten Begründung zu liegen.
Wie in der EZ vom 10.07.2023 (Lampen umrüsten statt Bäume pflanzen: Pilotprojekt mit Firma in Markt Schwaben (merkur.de)) berichtet, ist es in Markt Schwaben nicht sinnvoll Bäume zu pflanzen, weil die von Rehen angefressen und danach absterben würden.
Die Masten für die Beleuchtung würden dagegen ewig halten.
Da muss man erst mal drauf kommen.
Diese Begründung wirft auch ein neues Licht auf die Ablehnung einer wirksamen Baumschutzverordnung. Wenn derartige Argumente auf fruchtbaren Boden fallen, kann man in Zukunft sowieso nicht mehr auf vernünftige Diskussionen hoffen.
Wenn Schutz nur noch bedeutet, dass Töten erlaubt ist
Im Hennigbach leben streng geschützte Bachmuscheln und Biber. Trotzdem soll der Bach für das Hochwasserschutzprojekt verändert werden. Die Muscheln sollen kartiert und umgesetzt, Biberdämme beseitigt und der Biber vergrämt werden. Rechtlich ist dieses Vorgehen genehmigt – doch für uns bleibt die Frage, ob das wirklich der richtige Umgang mit einem seltenen Lebensraum und Arten auf der Roten Liste ist.
12 Millionen für einen Radweg, den es längst gibt
Der geplante Radschnellweg Poing–Markt Schwaben steht vor dem Aus. Rund 12 Millionen Euro Baukosten, bereits 123.000 Euro Planungskosten und rund 55 betroffene Bäume werfen eine einfache Frage auf: Warum wurde ein solcher Ausbau überhaupt geplant, obwohl zwischen Poing und Markt Schwaben bereits Radverbindungen bestehen?
ABS38 ZMS Bürgerinformationsystem
Die interaktive Bürgerkarte zeigt die planungsrelevanten Auswirkungen des Bahnausbaus ABS 38 auf Markt Schwaben. Dargestellt werden unter anderem Lärmschutzwände, Gebäude mit Anspruch auf passiven Schallschutz, betroffene Außenwohnbereiche, Erschütterungskorridore, Ingenieurbauwerke, Überschwemmungsflächen und die geplanten Bauphasen.
Bahnausbau ABS 38 in Markt Schwaben
Der Bahnausbau ABS 38 betrifft Markt Schwaben direkt: Lärm, Erschütterungen, Baustellenverkehr, Erdinger Straße, Grundwasser, Hennigbach, Altlasten und viele Wohnquartiere. Der Artikel erklärt verständlich, was geplant ist, welche Straßen besonders betroffen sind, warum private Einwendungen wichtig sein können und wo Bürgerinnen und Bürger die offiziellen Planunterlagen finden. Ziel ist nicht die Verhinderung des Bahnausbaus, sondern verbindlicher Schutz für Gesundheit, Eigentum, Wohnqualität und kommunale Infrastruktur.
Dickes Rohr, dünne Kommunikation
Während Markt Schwaben Millionen in neue Kanäle, ein Dammbauwerk und Hochwasserschutz steckt, bleibt eine Frage offen: Warum werden Bürgerinnen und Bürger schlecht informiert – und warum treiben wir gleichzeitig Nachverdichtung und Versiegelung voran, die noch mehr Regenwasser produzieren? Unser Beitrag zeigt, was wirklich hinter der Abwasser-Offensive steckt und warum wir jetzt eine Schwammstadt-Strategie statt Flickwerk brauchen.
Lärmschutz ist keine Eisenbahnromantik!
Wer heute auf Optik setzt, wundert sich morgen über den Lärm. Beim ABS-38-Ausbau braucht Markt Schwaben durchgängige, hochabsorbierende 6-Meter-Wände – nicht Glas und „Sichtachsen“. Es geht um Gesundheit, Schlaf und Lebensqualität.
Dunkelflaute & Hellbrise
Dunkelflaute senkt die erneuerbare Energie – doch Hellbrise liefert unerwartet extra Power. Ein Spiegelbild ambivalenter Energieströme.
Hochwassergefahr: Kein Bauen in risikoreichen Zonen
Der Gastbeitrag des BUND übt Kritik am fortgesetzten Bauen in hochwassergefährdeten Gebieten und spricht sich für ein striktes Bauverbot aus – Hochwassergefahr
PV Freiflächenanlage im Rieder Feld
Leistet die PV Freiflächenanlage im Rieder Feld wirklich einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in Marktschwaben. Erfahren Sie mehr über das Solarprojekt und seine Bedeutung.
Keine Industrie im Marktschwabener Moos
Im Sachvortrag wurden die Argumente zum Artenschutz im Schwabener Moos und die Bedeutung dieser gesamten Fläche vernachlässigt. Jeder, der jemals vor Ort war, kennt den Anblick von Störchen, Falken, Sperbern und hat den Gesang von Feldlerchen und vielem mehr genossen. Bei einem Bau einer solch gewaltigen Industrie-Anlage würden all diese Tiere Brut- und Futterplätze verlieren.













