Als Zukunft MarktSchwaben haben wir bewusst zu diesem Rundgang eingeladen, weil der Unterbräu mehr ist als ein saniertes Gebäude. Er ist ein Beispiel dafür, wie kommunale Verantwortung, privates Engagement und klare Führung zusammenwirken können. Rund 60 Bürgerinnen und Bürger sind gekommen – das zeigt, wie sehr solche Themen bewegen.
Altbürgermeister Bernhard Winter hat offen geschildert, wie schwierig die Lage damals war: Leerstand im Ortskern, hoher Sanierungsbedarf, politische Diskussionen. Durch das phantasievolle und tatkräftige Handeln vieler Beteiligter entstand eine gute Lösung zum Wohl des Ortes.
Besonders eindrucksvoll waren die Beiträge von Jakob Huber. Seine persönlichen Geschichten aus der Zeit des Wirtshauses haben deutlich gemacht, dass es hier nie nur um Mauern ging, sondern um Heimat und Gemeinschaft. Wer ihm zugehört hat, hat verstanden, warum sich dieser Einsatz gelohnt hat.
Entscheidend war das Zusammenspiel: privates Engagement – unter anderem durch Hamburger und Neumayer – und eine Gemeinde mit guter, klarer Führung. Kein ideologisches Projekt, keine Symbolpolitik. Sondern ein pragmatischer Weg, der vielleicht nicht alltäglich war, aber am Ende funktioniert hat.
Heute ist der Unterbräu ein lebendiger Ort für Vereine, Kultur und Begegnung mitten im Herzen von Markt Schwaben. Genau solche Projekte stehen für das, was wir als Zukunft Markt Schwaben vertreten: Ortskern stärken, Substanz erhalten, Räume für Gemeinschaft schaffen – und Entscheidungen nach ihrem konkreten Nutzen für die Menschen im Ort treffen.
Der Unterbräu ist dabei nicht irgendein Gebäude. Er steht im „historischen städtebaulichen Dreiklang von Markt Schwaben„: das Wirtshaus als bürgerliches Domizil, das Schloss – später Rathaus – als Sitz der politischen Gewalt und die Pfarrkirche St. Margaret als kirchlich-religiöses Zentrum. Der Unterbräu gilt in diesem Dreiklang als nachweislich ältestes Gebäude der Marktgemeinde. Während Schloss und Kirche weltliche und geistliche Ordnung prägten, war das Wirtshaus über Jahrhunderte der Ort des gesellschaftlichen Lebens – für Austausch, Diskussion, Feiern und Zusammenhalt. Genau deshalb ist seine Sanierung mehr als Denkmalpflege: Sie stärkt die historische Ortsmitte und gibt dem Ort einen echten Begegnungsraum zurück.
Für uns war dieser Tag deshalb mehr als ein Rückblick. Er war eine Bestätigung: Wenn man Verantwortung übernimmt, Partner einbindet und konsequent handelt, entstehen nachhaltige Lösungen.
Die Frage ist nicht, ob Markt Schwaben das kann. Der Unterbräu beweist es.
Die Frage ist: Welche Projekte gehen wir als Nächstes genauso entschlossen an?
Wolfgang Korda
Aus dieser Ruine wurde das Herz von Markt Schwaben (EZ 2026)
https://www.merkur.de/lokales/ebersberg/markt-schwaben-ort29035/aus-der-ruine-wurde-das-herz-von-markt-schwaben-94184297.html
Gelungene Wiederbelebung (SZ 2016) https://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/markt-schwaben-gelungene-wiederbelebung-1.3027773
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